Pflegeversicherung

Das Pflegeversicherungsgesetz, gültig seit dem 1.4.1995, sagt, dass die häusliche Pflege Vorrang vor einer stationären Unterbringung hat. Nach einem schriftlichen Antrag des Versicherten bei seiner zuständigen Krankenkasse, wird von dieser, der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) beauftragt, ein Pflegegutachten in der Häuslichkeit des Pflegebedürftigen zu erstellen. Selbstverständlich sind wir Ihnen bei der Antragstellung behilflich und unterstützen Sie bei behördlichen Angelegenheiten. Wenn Sie es wünschen, sind wir zum Begutachtungstermin durch den MDK bei Ihnen zu Hause anwesend.

Je nach dem festgestellten Schweregrad der Pflegebedürftigkeit, eingeteilt in drei Pflegestufen (I, II, III), werden dann als sogenannte Sachleistung, Pflegeeinsätze durch unseren ambulanten Krankenpflegedienst bis zu einem Betrag von 450 € in der Pflegestufe 1, 1100 € in der Pflegestufe 2 oder 1550 € in der Pflegestufe 3 pro Monat von den Pflegekassen übernommen, wobei in besonderen Härtefällen die Sachleistungen bis zu 1918 € monatlich betragen können.

Anstelle der Sachleistung kann ein Pflegegeld, das in der Höhe ebenfalls nach dem Schweregrad der Pflegebedürftigkeit gestaffelt ist, beansprucht werden. Der Anspruch setzt voraus, dass der Pflegebedürftige mit dem Pflegegeld die erforderliche Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung durch eine Pflegeperson in geeigneter Weise selbst sicherstellt. Das Pflegegeld beträgt je nach Pflegestufe 235 €, 400 € oder 700 € monatlich.

Werden die Sachleistungsbeträge (Hilfe durch einen Krankenpflegedienst) nicht in voller Höhe in Anspruch genommen, kann gleichzeitig ein entsprechendes anteiliges Pflegegeld beansprucht werden. Das Wahlrecht zwischen Sachleistung, Geldleistung sowie die mögliche Kombination von Sach- und Geldleistung, die sogenannte Kombileistung, ermöglicht es dem Pflegebedürftigen die Hilfen entsprechend seinen Bedürfnissen individuell zu gestalten.

Außer den hier erwähnten Pflegeleistungen bietet das Pflegeversicherungsgesetz zahlreiche weitere Leistungen und Unterstützungen an. Gerne stehen wir Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

 

Damit Sie möglichst lange zu Hause bleiben können.

 

Folgende gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen des täglichen Lebens werden von unseren Pflegerinnen für Sie übernommen und ermöglichen es, dass Sie möglichst lange zu Hause bleiben können.

 

Körperpflege

  • Waschen
  • Duschen
  • Baden
  • Zahnpflege
  • Kämmen
  • Rasieren
  • Blasenentleerung
  • Darmentleerung

Ernährung

  • das mundgerechte Zubereiten der Nahrung
  • die Aufnahme der Nahrung

Mobilität

  • Aufstehen und zu Bett gehen
  • An- und Auskleiden
  • Gehen
  • Stehen
  • Treppensteigen
  • Verlassen und Wiederaufsuchen der Wohnung

Hauswirtschaft

  • Einkaufen
  • Kochen
  • Reinigen der Wohnung
  • Spülen
  • Wechseln und Waschen der Wäsche und der Kleidung
  • Beheizen